
Vintage house keys and wood home keychain on wooden table background, key concept
DER WEIHNACHTSSCHLÜSSEL
„Das könnte ja fast ein Filmscript abgeben…“, schrieb mir eine Hamburger Freundin, nachdem ich ihr meine Geschichte mit meinem „Weihnachtsschlüssel“ erzählt habe.
Eigentlich war alles zur Abreise in die Weihnachtsferien und zu meinem Lebensgefährten gepackt und im Auto verstaut, auch der Hund saß schon drin, aber dann die Frage „und wo ist jetzt mein Schlüsselbund?“ Die darauffolgende Suche streckte sich bis in die Abendstunden hinein.
Erfolglos.
Verzweiflung machte sich in mir breit. Aber auch der nächste Tag brachte keinen erlösenden Erfolg und Wiederauffindung dieses Schlüsselbunds, an dem immerhin beide Autoschlüssel, Wohnungsschlüssel, Garagenschlüssel befestigt waren. „Was hat mir das zu sagen?“ Naja erstmal, dass ich nicht fahren soll. Kann. Aus welchen Gründen immer auch, nicht darf.
Ja, es stimmt, ich war ein wenig am Anschlag meiner Kräfte, ja, ich hatte auch schlecht, beziehungsweise wenig geschlafen, und ja, der allgemeine Stress hatte auch mich ein wenig erfasst. Aber ich hätte das schon noch geschafft.
Inzwischen war die Hoffnung, den Schlüssel noch rechtzeitig zu finden, auf Null gesunken. Gut, dann denken wir eben mal neu. Der Liebste hat sich ein Bahn-Ticket nebst Sitzplatz gebucht, die Vermieterin hat mich zum Car-Sharing eingeladen und inzwischen haben es sich der Hund und ich hier in der Wohnung gemütlich gemacht.
Und ja, langsam kommt sogar so etwas wie ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Gut, feiern wir eben mal Weihnachten der etwas anderen Art, nämlich mit der Vermieterin und dem Nachbarn bei einer Tasse Tee und einem Kerzlein, ganz simpel, ganz beschaulich, ganz ohne Stress.
Mit dem Liebsten telefonieren ca. zwanzig Mal pro Tag. Und sich dabei immer wieder sagend, wie sehr wir uns fehlen, vermissen und lieb haben. So richtig. Im Herzen.
Und während wir uns aufeinander freuen, bleibt noch Zeit, Freunde anzurufen, zu plaudern, Weihnachtswünsche auszutauschen. Zu Meditieren. Und mit dem Hund spazieren zu gehen.
Ganz entspannt und ohne Stress, Hektik, Aggression auf den Strassen. Ganz anders als erwartet. Ganz anders, als die Vorstellungen waren.
Still stattdessen. Berührt von der Natur, sich ganz nah fühlend mit dem Himmel und den Gestirnen.
Weihnachten im Herzen.
Und noch etwas habe ich statt dem Schlüssel gefunden, nämlich Menschlichkeit, Anteilnahme, Mitgefühlt. Und sogar mehrmals das Angebot „Ich fahr Dich nach Baden Württemberg“, 350 Kilometer einfach immerhin.
Das berührt mich sehr tief. Tief im Herzen.
Und ist es nicht das, was Jesus mit seiner Geburt, seiner Inkarnation letztlich bewirken wollte?
Dass wir unsere Herzenstüren öffnen, dass wir unser Herzenslicht verströmen, dass wir in die Nächstenliebe kommen. Und in die Liebe überhaupt.
Denn die Liebe ist schliesslich unsere Göttliche Herkunft und unsere Heimat, wenn wir von diesem Planeten wieder gehen.
„Driving home for Christmas“, hören wir gerade allerorts, denn Chris Rea, dieser wunderbare Sänger und Interpret, ist kurz vor Weinachten von dieser Welt gegangen. Und nun ist er auf dem Weg „driving home for Christmas“ in heaven.. er hätte keinen perfekteren Zeitpunkt finden können for driving.
Nein, mein „Driving“ ist noch nicht gekommen. Und deshalb bin ich sehr berührt, demütig und dankbar, dass mir der Schlüssel genommen wurde, um still zu werden, ruhig zu werden und mich dem Austausch der himmlischen Welten in den Raunächten und der Weihnachtsnacht zuzuwenden und zu hören was die Geistige Welt mir zu sagen hat, getragen auf Engelsflügeln und in der Wärme meines weit geöffneten Herzens.
Und so komme ich nicht umhin, meinen Schutz- und Führungs-Engeln zuzublinzeln und ihnen zuzuflüstern, dass ich ihren Trick mit dem verschwundenen Schlüssel durchschaut habe, wodurch meine persönliche Weihnachtsgeschichte daraus wurde. Eine Weihnachtsgeschichte, mit einem Schüssel zu den Herzen.
Ja, fast ein bisschen filmreif.
Und damit wünsche ich Euch ein himmlisches Weihnachtsfest und ein reich gesegnetes 2026,
Love, Light an Blessings